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Faltung I

[20]
Hermann Gl÷ckner
(1889-1987)
Faltung I, 1967/75

(Urform in Karton 1934, Modell 1964)
Messinglegierung, 6/6 46 x 21 x 18,5 cm
Sammlung DaimlerChrysler


Hermann Glöckner entwickelt zwischen 1930 und 1935 sein ‚Tafelwerk‘, mit welchem er das räumliche Potenzial streng systematisierter und reduzierter geometrischer Formen erprobt. Diese ‚Tafeln‘ nehmen vorweg, was sich mit den ab 1935 entstehenden collagenhaften Faltungen zum wesentlichen Beitrag Glöckners zur Kunst des 20. Jahrhunderts verdichtet und zugleich die minimalistischen Tendenzen der 1960er Jahre vorbereitet. Faltung I basiert auf der diagonalen Faltung eines Rechtecks, das sich, auf der Spitze balancierend, als Raumkörper entfaltet. Nach dem Krieg knüpft Glöckner mit Faltcollagen und Papierfaltungen an das ‚Tafelwerk‘ an, wie die beiden Papierarbeiten hier zeigen.


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