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3. Dialogue: From Bauhaus to American Minimalism


1. Einführung  |  2. Stuttgarter Wurzeln  |  3. Dialoge: Vom Bauhaus zum amerikanischen Minimalismus  |   4. Dialoge: Minimalismus in der europäischen und amerikanischen zeitgenössischen Kunst  |  5. Neo Geo  |   6. „Review: Reconsidering Form, Space and Line“

In diesem Bereich wird der Einfluss wichtiger Vorläufer und früher Vertreter des Minimalismus in Europa wie auch in Amerika inszeniert.
Neben Josef Albers (15, 16), dessen bedeutende Vermittlerrolle schon hervorgehoben wurde, finden sich hier auch Vertreter der Konkreten Kunst in der Schweiz und Deutschland, auf deren geometrisch-reduzierte Bildkonzepte sich viele nachfolgende Künstlergenerationen beziehen. Herausragend ist hierbei die Figur des in der Schweiz geborenen Bauhaus-Schülers Max Bill (17, 18, 24), der in den späten 1930er Jahren die Gruppe der ‚Zürcher Konkreten‘ begründet hat. Hierzu gehören u.a. Richard Paul Lohse (29), Verena Loewensberg (30) sowie Camille Graeser (26, 27). Letzterer war ein Schüler Hölzels, ebenso wie Adolf Fleischmann (31, 32), welcher durch seine Emigration in die USA Anfang der 1950er Jahre eine weitere Brücke nach Amerika schlägt. Hans Arp, dessen Arbeiten eine organischere Form der Abstraktion vertreten (33, 34), ist ebenfalls ein ehemaliger Bauhaus-Schüler, der mit Max Bill in enger Verbindung steht, denn beide gehören der 1931 in Paris begründeten Vereinigung abstrakter Künstler ‚Abstraction-Création‘ an. Auch der wichtigste Vertreter der Konkreten Kunst in Deutschland, Friedrich Vordemberge-Gildewart (28), gehört nach einer kurzen Studienzeit am Bauhaus zu der Vereinigung und steht in engem Kontakt zu Max Bill. Nach dem Krieg lehrt er an der von Bill in Deutschland mitbegründeten Ulmer Hochschule für Gestaltung, an der u.a. auch Albers einen Lehrauftrag erhält. In den Kreis der Konkreten Künstler gesellt sich hier eine zeitgenössische Arbeit des Engländers Liam Gillick (25).
Eine herausragende Rolle spielt Hermann Glöckner (20, 21, 22), der in völliger Isolierung arbeitete und heute als führender abstrakter Künstler der ehemaligen DDR hervortritt.

Zu den Vorläufern des Minimalismus in Amerika gehörte der schon in den 1920er Jahren dorthin emigrierte Ilya Bolotowsky (19), Mitglied der frühen Vereinigung abstrakt arbeitender amerikanischer Künstler (‚American Abstract Artists‘), der sich seit den 1940er Jahren stark auf Piet Mondrians Neoplastizismus bezieht und beispielhaft aufzeigt, wie sehr die amerikanische geometrische Abstraktion an die Entwicklungen in Europa gebunden war. Die Vertreter des kalifornischen ‚Hard Edge‘ Frederick Hammersley (23) und Karl Benjamin (35), die 1959 in der Ausstellung Four abstract classicists hervortreten, bereiten mit ihrer geometrischen Formung der Farbfelder und Farbreihungen, einer formalen Ökonomie, Perfektion des Farbauftrags und betonter Objekthaftigkeit den amerikanischen Minimalismus vor. Sihvonen wiederum (36) tritt als Schüler Albers’ hervor und ist ein früher Vertreter des Minimalismus im New York der 1950er und 1960er Jahre.


Abrir ficha de la obra 15
Josef Albers,
Mesas nido, 1926-27
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Max Bill,
Verdichtung zu caput mortuum, 1972-73
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Ilya Bolotowsky,
Large Black, Red and White Diamond, 1971
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Hermann Glöckner,
Faltung I, 1967/75
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Hermann
Glöckner
,
Vertikal, ca. 1972
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Hermann Glöckner,
Vertikal und Horizontal, ca. 1972
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Frederick Hammersley,
Source, 1963
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Max Bill,
Trilogie, 1957
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Liam Gillick,
Provisional Bar Floor / Ceiling, 2004
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Camille Graeser,
Komplementäre Dislokation, 1972
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Camille Graeser,
Harmonikale Konstruktion, 1947/51
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Friedrich Vordemberge - Gildewart,
Komposition no. 219, 1962
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Richard Paul Lohse,
Eine und vier gleiche Gruppen, 1949/68
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Verena Loewen- sberg,
Ohne Titel, 1970-71
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Adolf Richard Fleischmann,
Ohne Titel, ca. 1950
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Adolf Richard Fleischmann,
Triptychon #505, #506, #507, Planimetric Motion, 1961
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Hans Arp,
Chapeau-nombril, 1924
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Hans Arp,
Coryphée, 1961
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Karl Benjamin,
Red, White & Black Bars, 1959
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Oli Sihvonen, Double Matrix – Pink, Green, 1968
4. Dialoge: Minimalismus in der europäischen und amerikanischen zeitgenössischen Kunst 4. Dialoge: Minimalismus in der europäischen und amerikanischen zeitgenössischen Kunst
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