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Ruhe und Bewegung

[11]
Willi Baumeister (1889-1955)
Ruhe und Bewegung, 1948

Öl mit Kunstharz auf Hartfaserplatte, 81 x 100 cm
Sammlung DaimlerChrysler


Ruhe und Bewegung setzt das im Titel angedeutete Bildthema als Spiel abstrakter Formen um, die auf dem lichtblauen Grund, gleich Schattenbildern, zu schweben scheinen. Während sich das Thema ,Ruhe‘ durch die strenge Geometrie der Formen zeigt, wird ,Bewegung‘ durch die Wirkung von wechselnden Figur-Grund-Verhältnissen ansichtig. Die Betonung der Farbe als Material findet in diesem Werk ihre entsprechende Umsetzung. (12) gehört zu einer Gruppe von Arbeiten, die nach Antritt seiner Professur in Frankfurt (1928) entstehen. In Abwendung von seinem vorherigen geometrischen Purismus entstehen weichere, organischere Formen, die besser geeignet sind, das Thema der menschlichen Figur in Bewegung – das Thema der Sportbilder beschäftigt ihn schon länger – widerzugeben. (13) gehört in die Reihe seiner frühesten lithographischen Blätter; Strich und Schraffur ausschließlich in Schwarz auf getöntem Papier erscheinen ihm die angemessene Ausdrucksform für die angestrebte Abstraktion der menschlichen Figur und die Strukturierung der Bildfläche. In dieser Zeit bis Ende der 1920er Jahre nehmen Baumeisters Arbeiten direkten Bezug auf die Architektur, in denen die menschliche Figur integraler Bestandteil des sie umgebenden Raumes wird.


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