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Quinze variations sur un même thème

[18]
Max Bill (1908-1994)
Quinze variations sur un même thème, (Fünfzehn Variationen über ein Thema) , 1935-38

15 Lithographien, Je 31,5 x 30,4 cm
Sammlung DaimlerChrysler


Die Rautenform der Leinwand, wie hier in Verdichtung zu caput mortuum (17), verwendet Max Bill seit Ende der 1940er Jahre unter der Bezeichnung ‚Spitze Bilder‘. In dieser Zeit beginnt er auch, in seinen Gemälden mit seriellen Reihungen sowie Farbbewegungen auf der Basis geometrischer Grundformen zu arbeiten. Verdichtung zu caput mortuum besitzt aufgrund der Anordnung der Farben eine ausgewogene Gewichtung des Formats, da sich die Tonalität der um das innere Viereck gruppierten Farben auszugleichen scheint und das Bild daher in keinerlei Richtung zu kippen, aufzusteigen oder abzufallen droht. Die Rautenform hat Piet Mondrian, den Bill 1932 getroffen hat, um 1926–31 konzipiert. Die Variationen (18) können als eine Art Beobachtungsschulung für den Betrachter über den Entstehungsprozess sowie den Aufbau von Kunstwerken verstanden werden. Die Blätter zeigen, auf der Grundlage einer konstruktiven Methode, die Überführung eines gleichseitigen Dreiecks in ein gleichseitiges Achteck, das sich bei gleichbleibender Seitenlänge nach außen hin durch weitere Öffnung der Winkel spiralförmig abwickelt. Sie stellen seine erste systematische Serie dar.


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