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Der barmherzige Samariter

[8]
Adolf H÷lzel
(1853-1934)
Der barmherzige Samariter, um 1909

Öl auf Leinwand, 68 x 98 cm
Sammlung DaimlerChrysler


Vor Hölzels religiösen Gemälden (8) wird man zunächst kaum nachvollziehen können, wie es von hier aus einen Weg geben konnte zur stereometrischen Figürlichkeit eines Schlemmer, zu den surrealen Farbformen Baumeisters oder den ‚konkreten‘ Bildern eines Graeser, allesamt Schüler von Hölzel in Stuttgart um 1910. Der Schlüssel liegt in Hölzels streng rationalen Figurenkompositionen und in der reduzierten Flächenstruktur seiner Bildhintergründe einerseits, in der Systematik seiner auf Farbtheorien und Formentwicklungen fußenden Akademielehre andererseits. In Der barmherzige Samariter hat Hölzel die Körper zu einem imaginären Dreieck geordnet und durch die lineare Verklammerung der Farbflächen einen abstrakt-malerischen Raum geschaffen. Die Komposition zählt zu Hölzels späten, mit Vorliebe in Pastellkreide ausgeführten Werken und bildet einen Referenzpunkt abstrakter Tendenzen der Sammlung DaimlerChrysler.


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